Gebetsbrief März 2026

Liebe Freunde

wir möchten euch mit diesem Gebetsbrief neu hineinnehmen in unsere tiefe Liebe zu unserem Land. Es ist doch die Liebe, die allein die Kraft hat, alles zu verändern. Unsere Herzen sind voller Hoffnung, denn die Jahreslosung, dass Jesus „alles neu machen will“, klingt in unserem Herzen. Gottes Liebe macht den entscheidenden Unterschied. Darum wollen wir lernen, mit neuen Augen zu sehen: nicht zuerst analysierend, sondern liebend. Nicht die richtige Einschätzung allein bringt uns weiter, sondern eine größere Tiefe des Herzens und echte Verbundenheit. In diesem Geist laden wir euch ein, mit uns für Deutschland zu beten – getragen von Hoffnung, Barmherzigkeit und Vertrauen.

Möge Gott uns einen weiten Blick schenken und unsere Herzen neu öffnen.

Alexander Schlüter, Johann-Christian Fromme und Stefanie Power

P.S.: Hier findet ihr unseren mobilen Gebetsbrief.

junge Frau die nachdenklich aus dem Fenster schaut

Tiefer in der Liebe

Tiefer in der Liebe

Die Liebe verändert alles. Nicht laut, nicht spektakulär, sondern leise und von innen her. Sie wächst im Unsichtbaren und sucht sich noch tiefer in unserem Land und unseren Herzen zu verwurzeln. Liebe muss nicht erkämpft werden. Sie will nicht besitzen. Eines Tages wird sichtbar, was lange im Verborgenen gereift ist. Sein ist genug. Wie die Morgenröte kommt sie nicht auf Kommando, sondern weil die Nacht zu Ende geht.

Wer aufhört, ständig nach Erkenntnis zu suchen, entdeckt etwas Größeres: zu lieben reicht aus! Liebe schafft Klarheit, ohne zu analysieren. Sie schenkt Perspektive, ohne zu bewerten. In ihrer Gegenwart darf ein Satz wahr werden, der tiefen Frieden trägt: Es ist vollbracht. (Joh 19,30) Nicht, weil alles leicht ist, sondern weil alles getragen ist. Alles ist in Ordnung, weil Christus den Weg durch Leid, Tod und Trennung gegangen ist.

Liebe ist eine gebende Haltung, keine urteilende. Wenn wir wüssten, wie viel wir tatsächlich zu geben haben, würden wir unser Herz leichter öffnen. Wir würden spüren, wie Zweifel, Ängste und das Gefühl von Ablehnung allmählich ihre Macht verlieren. An ihre Stelle tritt Verbundenheit – mit dieser Welt, mit dem, was gerade ist, auch mit dem Schweren, und mit uns selbst. „Lass dir an meiner Gnade genügen“, ruft uns Gott zu (2Kor 12,9). Und doch denken wir so oft: Ich bin nicht genug. Genau hier widerspricht die Liebe: Doch, du bist genug! Komm hervor. Zeig dich, wie du bist. Nicht poliert, nicht perfekt, sondern echt. In dieser Echtheit beginnt Heilung.

Die Liebe verändert alles.

Lasst uns auch unser Land in diesen Raum der Liebe und Fürsorge hineinziehen. Wir sind eingeladen, neu aus den Quellen des Heils zu schöpfen (Jes 12,3). Gott baut und stellt wieder her – auch wenn es Zeit braucht. Darum beten wir hoffnungsvoll. Nicht aus Mangel, sondern voller Vertrauen. Denn es gibt keinen Mangel in Gott. Wir dürfen im Raum seiner Liebe und Versorgung leben. Seine Fülle ist da. Aus dieser unendlichen Quelle empfangen wir Gnade um Gnade (Joh 1,16) – für uns selbst und für jede Situation in unserem Land. Seine Quellen liegen unter jedem Weg verborgen, auch unter den steinigsten.

Noch tragen wir – wie unser Land – viele Verletzungen. Sie heilen nicht durch Ablehnung, sondern dadurch, dass wir uns der Liebe öffnen und beginnen, uns selbst mit all unseren Wunden anzunehmen. Im Lieben, nicht im Habenwollen, nicht im ständigen Tun und Leisten, finden wir neu Sicherheit. Wir sind tatsächlich ein Geschenk für diese Welt – genau dort, wo wir sind. Und wenn wir Jesus, den Erbauer, einladen, beruft er neue Architekten für unser Land (Jes 49,17ff). Dann entstehen neue Fundamente. Dann wächst etwas, das trägt. Und wir dürfen neu erfahren, dass das Land auf uns reagiert – auf unser Gebet, auf unsere Liebe und auf unsere Sanftheit.

Alexander Schlüter

Weitwinkelfotografie einer Gebirgskette bei Tag

Für Deutschland beten – ein Perspektivwechsel

Für Deutschland beten – ein Perspektivwechsel

Für Deutschland zu beten beginnt oft mit dem Blick auf das Zeitgeschehen: auf Krisen, Entwicklungen und Schlagzeilen. Unsere Wahrnehmung füllt sich so schnell mit dem, was fehlt oder bedroht ist. Doch führt uns diese Art des Sehens wirklich weiter, wenn es um Fürbitte geht? Oder lädt Jesus uns ein, anders zu beten – aus einer Tiefe heraus, in der sich unsere Wahrnehmung verwandelt. Vielleicht darf Fürbitte einen neuen Ausdruck finden. Nicht nur das Benennen von Problemen, sondern ein Eintreten in Räume, in denen wir neu sehen lernen. Jesus lädt uns in solche Räume ein – weg von der Fixierung auf das Offensichtliche, hin zu dem, was Gott sieht. Wir können die Probleme nicht auf dieselbe Weise lösen, wie sie entstanden sind. Darum brauchen wir einen Perspektivwechsel. Unser In-Christus-Sein – an himmlische Orte versetzt – ermöglicht uns, nicht von der Problemebene aus zu denken. Nicht den täglichen Medienberichten nachzufolgen, sondern einer Perspektive der Erlösung Raum zu geben. Bei Jesus nehmen wir unweigerlich einen Atmosphärenwechsel wahr: einen Raum von Frieden, Weite und Barmherzigkeit.

Unsere Wahrnehmung füllt sich so schnell mit dem, was fehlt oder bedroht ist.

Ganz schlicht können wir beginnen, Jesus mit unserem Atem zu verbinden: Einatmen – seine Gegenwart. Ausatmen – unsere Angst. Den Christus wahrnehmen, der alles im Griff hat und dessen Herrlichkeit nicht nur über uns, sondern in uns wohnt. Es geht um einen Wahrnehmungswechsel: Jesu Trost für unser Land zu spüren, seinen Frieden, der tiefer reicht als politische Lager und Ermüdung. Wir dürfen loslassen – Traurigkeit, Scham, Tränen. All das hat Raum bei Jesus. Er trägt, was wir nicht mehr tragen können. So wird Fürbitte nicht von Angst getrieben, sondern getragen von Vertrauen. Lasst uns Jesus bitten:

Für einen Perspektivwechsel:

dass wir aus der Enge gewohnter Sichtweisen heraustreten und lernen, Wirklichkeit aus Gottes Weite zu betrachten. (Ps 118,5)

Für geöffnete Augen des Herzens:

damit wir sehen, was Gott sieht, sensibel für sein Wirken. (Eph 1,18)

Für Innovation:

dass schöpferische Wege entstehen.

Für Augen, die Gottes Wirken erkennen:

besonders dort, wo es verborgen oder unerwartet ist.

Für Dankbarkeit:

dass unser Blick sich weitet für das Gute, das bereits da ist, und Hoffnung Raum gewinnt. (Ps 50,23)

Für Zusammenarbeit mit dem Geist der Weisheit:

dass unser Denken, Entscheiden und Handeln von Gottes Geist durchdrungen wird. (Spr 8,1ff)

Alexander Schlüter

vier Profis in Businesskleidung stehen zusammen

„Siehe, ich mache alles neu!“ – Mut zu Innovation

„Siehe, ich mache alles neu!“ – Mut zu Innovation

Deutschlands Mittelstand steht unter Druck: hohe Energiekosten, schwache Konjunktur, internationale Konkurrenz etc. Viele Unternehmen kämpfen um Aufträge, Margen und Planungssicherheit. Und doch zeigt sich: Gerade in angespannten Zeiten entscheidet Mut zu Innovation über Zukunft oder Rückzug. Studien und aktuelle Wirtschaftskommentare betonen: Mittelständler, die konsequent in Produkt- und Serviceinnovation investieren, gewinnen neue Kundengruppen und sichern Marktanteile. Wer zusätzlich Prozesse durch KI und Automatisierung optimiert, steigert Effizienz und Unternehmens-Resilienz. Geschäftsmodellinnovationen eröffnen neue Erlösquellen. – Innovation ist kein Luxus, sondern strategische Überlebensfrage und bildet, längerfristig gedacht, eine adäquate Alternative zu Personalabbau.

KI ersetzt dabei nicht einfach Arbeitsplätze, sondern verändert Jobprofile. Routinetätigkeiten werden automatisiert, während Analyse, Kreativität, Kundenorientierung und Führung an Bedeutung gewinnen. Wo Unternehmen Mitarbeitende qualifizieren statt ersetzen, entstehen neue Chancen und langfristige Stabilität.

Unser Gott ist kein dualer Gott!

Die Jahreslosung spricht hier sehr kraftvoll hinein: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5). Gott ist ein Gott, der Erneuerung schenkt und Neues vorbereitet hat – gerade in dieser Zeit! In wirtschaftlicher Unsicherheit dürfen wir glauben, dass Neues hervorbricht – auch im deutschen Mittelstand: neue Ideen, mutige Strategien, kreative Lösungen! Unser Gott ist kein dualer Gott! Er interessiert sich auch für unsere Wirtschaft und liebt es, sich zu involvieren und ganz konkret zu inspirieren.

Gebet:

  • Dass Unternehmer Weisheit, Mut, Inspiration und Innovationskraft empfangen und in Betrieben Bezalels, Josefs und Daniels aufstehen, auf denen der Geist Gottes mit Inspiration für Innovation landen kann. (2Mo 31,3f; 1Mo 41,37ff; Dan 2,47)
  • Dass Arbeitsplätze bewahrt und neue geschaffen werden. (Offb 21,5; Jes 43,9)
  • Sprich Segen, Erneuerung, Hoffnung und Gutes über den Unternehmen, den Mitarbeitenden und der Wirtschaft unseres Landes aus. Bitte den Heiligen Geist, dich im Gebet zu inspirieren und deinen Glauben, dass Er sich auch hier ganz konkret und praktisch involvieren möchte, zu stärken. (Dan 5,14; 1Kor 12,8; Jes 11,2)

Tanja Frank

Betende Frau schaut auf

Fasten- und Bußzeit

Fasten- und Bußzeit

Am 18. Februar begann die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern. Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat zur Vorbereitung auf seinen öffentlichen Dienst (Mt 4,2). Am selben Tag begann in diesem Jahr der Ramadan. Muslime tragen den Ramadan bewusst in die Öffentlichkeit. Christen sind hingegen in der Bibel aufgefordert, im Verborgenen zu fasten (Mt 6,16-18). Während der islamische Fastenmonat zunehmend gesellschaftliche, politische und mediale Aufmerksamkeit erhält und z. B. Frankfurt erneut die „Fressgaß“ mit Glückwünschen beleuchtet, erfährt die christliche Fastenzeit abseits der katholischen Kirchen wenig Beachtung. Dort jedoch strömten bereits im letzten Jahr in Frankreich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene in Scharen am Aschermittwoch in die Kirchen, um das Aschekreuz zu empfangen. 18 000 ließen sich in der Ostenacht taufen. Während sich Deutschland über politisch inszenierte Ramadan-Werbung aufreibt, ist die Islamisierung unserer Gesellschaft immer mehr jungen Menschen Anstoß, sich mit den eigenen geistlichen Wurzeln zu befassen – nicht zwangsläufig in Abgrenzung, aber in Auseinandersetzung mit muslimischen Freunden. Sowohl im Christentum als auch im Islam soll die Fastenzeit der Reinigung und tieferen Hingabe an Gott dienen.

Gebet:

  • Buße über Verachtung und Verfremdung der vorösterlichen Bußzeit und über politischen Missbrauch des Aschermittwoch (Joel 2, 12–18).
  • Um Klarheit des biblischen Bekenntnisses: Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst (1Mo 3,19).
  • Dass in Christen, Muslimen und Atheisten die Frage nach dem ewigen Heil neu aufbricht und sie Antwort im Evangelium Jesu Christi finden (MK 1,15).

Karin Heepen

Betende Menschen in einer Kirche

Junge Menschen entdecken den Glauben neu

Junge Menschen entdecken den Glauben neu

In Frankreich und England ist derzeit ein bemerkenswerter geistlicher Wandel zu beobachten. Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit kehren immer mehr junge Menschen – besonders im Alter von 18 bis 25 Jahren – in die christlichen Kirchen zurück. Dieser Trend wird oft als „stille Erweckung“ (Quiet Revival) bezeichnet. Still deshalb, weil er nicht laut oder politisch auftritt, sondern aus einer inneren Sehnsucht heraus entsteht.

In England hat sich die Zahl der regelmäßigen jungen Kirchgänger zwischen 2018 und 2024 vervierfacht. Besonders auffällig ist der Anstieg monatlicher Gottesdienstbesuche unter 18- bis 24-Jährigen. Kirchen, die lange als überaltert galten, erleben plötzlich eine neue Generation, die fragt, sucht und bleibt.

In Frankreich meldete die katholische Kirche für 2025 einen historischen Höchststand an Erwachsenentaufen – vor allem unter jungen Erwachsenen. In der Fastenzeit füllen sich viele Kirchen mit jungen Menschen, die bewusst Glaubenswege gehen, oft ohne religiöse Sozialisation in der Kindheit.

Als Ursachen werden eine tiefe Sinn- und Identitätssuche, das Bedürfnis nach echter Gemeinschaft und eine Gegenbewegung zur stark säkularisierten, fragmentierten Gesellschaft genannt. Auffällig ist auch, dass „konservativ“ für viele junge Menschen nicht Enge, sondern Orientierung und Halt bedeutet. Was hier geschieht, ist ein leiser Hinweis darauf, dass geistliche Sehnsucht selbst in säkularen Kontexten neu erwacht.

Gebet:

  • Für junge Menschen in Europa: dass ihre Suche nach Sinn, Wahrheit und Gemeinschaft in Gottes Liebe Halt findet und tragfähige Glaubenswurzeln wachsen. (Gal 4,6)
  • Für die Kirchen in Deutschland und Europa: um Weisheit, Offenheit und geistliche Reife, damit sie diese Generation gut begleiten, integrieren und nicht überfordern. (Mal 3,24a)

Alexander Schlüter

 

 

Mit Liebe für unser Land

Alexander Schlüter und Team