Gebetsbrief November 2025
Liebe Freunde,
inmitten all der Unruhe und Hektik des Alltags dürfen wir niemals vergessen, wie gut unser himmlischer Vater ist. Seine Güte und Gnade begleiten uns in jedem Augenblick. Wenn wir innehalten und dankbar auf das schauen, was Er wirkt, öffnet sich unser Herz für die Weite seines Handelns und die Tiefe seiner Liebe.
Regionale Gebetstage
Ganz herzlich laden wir euch zu zwei Gebetstagen ein:
- Gebetstag für Mecklenburg-Vorpommern: am Freitag, den 31.10.2025 von 11 bis 16 Uhr im Gebetshaus Malchow, Karower Straße 4, 17213 Malchow. Wir würden uns jedenfalls sehr freuen, euch dort zu treffen. Weitere Informationen findet ihr hier: www.gebetsseminar.de.
- Gebetstag für Sachsen: am Mittwoch, den 19.11.2025 von 10:30 Uhr bis 17:00 Uhr im GBZ Emmaus, Katharinenstraße 17, 01099 Dresden. Weitere Informationen findet ihr hier: www.gebetsseminar.de.
Sucht ihr noch ein besonderes (Weihnachts-)Geschenk?
Dann haben wir etwas für euch! Werner und Kathrin Bender – beide Teil des Teams der Prophetischen Seite – gestalten jedes Jahr einen einzigartigen Kalender mit eigenen Bildern. Diese Kunstwerke sind im Gebet entstanden und tragen eine besondere geistliche Tiefe. Ihr könnt den Kalender für 6,90 Euro erwerben und direkt bei Kathrin und Werner via E-Mail (E-Mailprogramm öffnet sich beim Klick auf den Link) bestellen.
In Dankbarkeit für eure Freundschaft und Verbundenheit,
Alexander Schlüter, Johann-Christian Fromme und Stefanie Power
P.S.: Hier findet ihr unseren mobilen Gebetsbrief.

Wozu bin ich hier?
Wozu bin ich hier?
Die Zeit ist reif für das Hervortreten der Söhne und Töchter Jahwehs und ihr Eingreifen in die Weltgeschichte. Die Schöpfung liegt in Wehen, die Erde ruft, Menschenmassen irren umher und haben die Orientierung und ihren Wertekatalog verloren.
Es ist wieder Zeit, sich zu fragen, wozu bin ich auf der Welt? Was ist meine Berufung, mein Auftrag von Gott? Lasst uns in diesem Monat diesen Auftrag in der Stille mit Gott so klar und konkret wie möglich formulieren. Es ist wichtig, ab und zu Bilanz zu ziehen und sich neu auszurichten, denn wir selbst und unsere Zeit sind so ungeheuer wertvoll. Diese Nachjustierung hilft uns, Unnötiges aus unserem Leben zu verbannen, Ballast abzuwerfen und fokussierter zu handeln. Das bringt auch ein neues, starkes Gefühl von innerer Zufriedenheit mit sich. Depressive Gefühle, gerade in der dunklen Jahreszeit, können nicht anhaften und wir entdecken die Dankbarkeit und Liebe zu unserem Herrn ganz neu. Dieses „Sendungsbewusstsein“ setzt neue Kräfte frei und lässt uns morgens beschwingt aus dem Bett aufstehen. Dabei geht es keinesfalls darum, wie vermeintlich groß oder klein wir oder andere unsere Aufgabe von außen betrachten und bewerten, sondern darum, den Heiligen Geist und unser Herz sprechen zu lassen. Fürbitter zu sein und im geistlichen Raum zu wirken, ist z.B. so essenziell wichtig für die gesamte Gesellschaft. Jemanden liebevoll zu betreuen, seine Energie in die Forschung zu stecken oder bei der Arbeit ermutigende und wertschätzende Worte zu sprechen, ist genauso wertvoll in Gottes Augen wie ein bekannter Prediger auf einer Plattform oder anderswo ein offensichtlicher „Influencer“ zu sein. Unser Herz wird uns den Weg weisen und uns helfen, unsere Berufung wieder fester zu ergreifen. Und je konkreter wir unsere Berufung erkennen, desto sinnerfüllter wird unser Leben sein.
Was ist meine Berufung, mein Auftrag von Gott?
Paulus schrieb damals aus dem Gefängnis an Timotheus, dass er die Gabe Gottes in sich anfachen solle, denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2Tim 1,6-7). Er sprach auch davon, dass er sein Leiden und sein Zeugnis für das Evangelium als heilige Berufung ansieht. Manchmal sieht es sicherlich von den Umständen her nicht so aus, als würden wir ein „glorreiches“ Leben führen, weil wir uns unsere Berufung anders vorgestellt haben, aber gerade deshalb ist es so wichtig, von Zeit zu Zeit die Frage, „wozu bin ich hier?“ erneut vor Gott zu bewegen. Und durch Fürbitte können wir natürlich auch anderen, z.B. den Obrigkeiten, helfen, ihren Auftrag von Gott zu erkennen. Er lenkt die Herzen wie Wasserbäche.
Alexander Schlüter

3-Minuten Dankbarkeitsübung
3-Minuten Dankbarkeitsübung
Anhalten und Atmen
Schließe die Augen, atme ein paar Mal ruhig und tief. Spüre, wie der Atem dich im Hier und Jetzt verankert.
Drei Dinge finden
Richte deine Aufmerksamkeit auf drei Dinge, für die du in diesem Moment dankbar bist. Das können ganz kleine Dinge sein.
In die Dankbarkeit eintauchen
Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei jedem dieser Dinge für einen Atemzug länger als gewohnt. Lass zu, dass Dankbarkeit nicht nur ein Gedanke bleibt, sondern ein Gefühl im Körper wird.
Dank aussprechen
Sprich innerlich oder laut: „Danke, Jesus, für alles, was ist, und dass du da bist.“
Alexander Schlüter

Israel und die deutsche Staatsräson
Israel und die deutsche Staatsräson
Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am 18. März 2008 in ihrer Rede vor der Knesset die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson. Es war Leitprinzip der BRD seit 1949, dass Deutschland eine historische Verantwortung für die Existenz des jüdischen Staates und seine Verteidigungsfähigkeit hat. Der Begriff der Staatsräson bringt zum Ausdruck, dass die Sicherheit Israels damit auch im nationalen Interesse Deutschlands ist. Staatsräson hat man, wie Bundeskanzler Merz in einem Interview am 05.10.2025 feststellte, in der Regel für das eigene Land und nicht für andere. Zuvor hatte er im August ein partielles Waffenembargo gegen Israel verfügt – eine bis dahin undenkbare Sanktion Deutschlands gegen den jüdischen Staat. Das Embargo hatte keinerlei militärische Auswirkungen auf die Operationsfähigkeit der IDF in Gaza, gegen die es gerichtet war, aber massive politische auf die Beziehung Deutschlands zu Israel. Merz hat damit gleichzeitig den proisraelischen Einfluss Deutschlands auf die EU geschwächt, wo es eine wichtige Stimme gegen zunehmende antiisraelische Resolutionen und Boykottforderungen ist. Für den Wiederaufbau Gazas hat der Bundeskanzler umgehend Millionenhilfen zugesagt, ohne diese an die vollständige Entwaffnung und Entmachtung der Hamas zu binden. Und er bekräftigte erneut die seit 30 Jahren gescheiterte Zwei-Staaten-Lösung als einzige Aussicht auf Frieden, obwohl der 7. Oktober 2023 das Gegenteil bezeugt und ultimative Warnung davor war.
Es war Leitprinzip der BRD seit 1949, dass Deutschland eine historische Verantwortung für die Existenz des jüdischen Staates und seine Verteidigungsfähigkeit hat.
In den Bereichen von Verteidigung, nachrichtendienstlicher Zusammenarbeit, Forschung und Innovation profitiert Deutschland von Israel deutlich mehr als umgekehrt, was genug Beleg sein sollte, dass die Sicherheit Israels als Staatsräson im nationalen Interesse Deutschlands ist.
Bitten wir um Vergebung und Demut für die deutsche Politik:
- Buße über Anmaßung, Lippenbekenntnisse und Doppelstandards (Lk 6,41f)
- Dank für Israel und den Segen, den wir durch den jüdischen Staat empfangen (1Mose 12,2f)
- Für eine unerschütterliche Stimme Deutschlands in der EU und der UN gegen alle Dämonisierung und Delegitimierung Israels – auch gegen den Rest der Welt (4Mose 22)!
Karin Heepen

Wehrpflicht – Freiheit, Verantwortung und die Suche nach Frieden
Wehrpflicht – Freiheit, Verantwortung und die Suche nach Frieden
Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Verteidigungsminister Boris Pistorius für einen neuen Wehrdienst verabschiedet. Ziel ist es, die Bundeswehr zu stärken und bis 2030 rund 100.000 Freiwillige zu gewinnen. Ab 2026 werden alle Männer ab 18 Jahren erfasst und müssen einen Fragebogen ausfüllen. Frauen können sich freiwillig beteiligen. Ab 2028 folgt die Musterung, zunächst für Männer verpflichtend, für Frauen freiwillig. Mit dem neuen Wehrdienstgesetz wagt Deutschland einen Spagat: Einerseits sollen junge Menschen frei entscheiden, ob sie dienen wollen. Andererseits bleibt die Tür zur Wehrpflicht offen. Ein einfacher Bundestagsbeschluss würde im Ernstfall reichen. Die Frage nach Pflicht, Freiheit und Verantwortung für das Gemeinwohl ist neu entflammt. Es geht dabei nicht nur um Personal für die Bundeswehr, sondern um eine viel größere Frage: Wie leben wir Freiheit und Verantwortung in unserer Gesellschaft? Viele Ältere sehen Wehrdienst als Pflicht für Sicherheit und Zusammenhalt, während viele Jüngere skeptisch bleiben und Zwang ablehnen. Die Realität der Bundeswehr hat sich verändert. Es wird nicht mehr nur geübt, sondern im Ernstfall auch gestorben. Wer heute Soldat wird, weiß, dass er im Notfall an der Front stehen kann.
Die Frage nach Pflicht, Freiheit und Verantwortung für das Gemeinwohl ist neu entflammt.
Wir leben in einer Zeit, in der sich vieles verschiebt. Neue Wirtschaftssysteme, neue Formen von Staatlichkeit und die Suche nach einer neuen Weltordnung. Die Frage ist, ob diese Ordnung auf Macht, Rüstung und Abgrenzung gründen wird oder auf andere Grundlagen, wie Verantwortung, Kooperation und Menschlichkeit.
Vieles steht in Frage, aber wir wollen Gottes Reden und Handeln im Gebet Raum geben:
- Geist des Herrn, umkleide uns, wenn wir jetzt für die zerbrechliche Ordnung in Deutschland und Europa beten! (Jes 11,2)
- Bewahre unser Land vor neuem Krieg. Die Wunden der Vergangenheit sind noch nicht verheilt. Wir sehnen uns nach deinem Frieden.
- Jesus, wir bringen dir die junge Generation. Sie ist im Frieden aufgewachsen. Wir beten für ihre Bestimmung. Lass sie Frieden auch in Zukunft erleben und Verantwortung mit Mut und Liebe tragen.
Alexander Schlüter

Einsamkeit – die stille Pandemie
Einsamkeit – die stille Pandemie
Einsamkeit ist eine stille Pandemie, die sich immer weiter quer durch alle Altersgruppen, Kulturen und Gesellschaftsschichten ausbreitet. Einsamkeit macht krank. Sie greift Herz, Seele und Körper an. Und sie frisst sich wie ein Schatten in das soziale Gefüge unserer Gesellschaft. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung (2024) zeigt, dass 57 Prozent der jungen Erwachsenen in der EU zwischen 18 und 35 Jahren sich einsam fühlen – zumindest moderat, viele aber auch stark. In Deutschland sind es 51 Prozent. 12 Prozent von ihnen fühlen sich „stark einsam“. Gerade junge Menschen klagen über verschlechterte soziale Beziehungen. Ihnen fehlt das Gefühl von Zugehörigkeit. Einsamkeit ist nicht einfach „allein sein“. Wir erleben sie mitten unter anderen. Sie ist ein Gefühl von Ausgeschlossensein, vom Mangel an Verständnis, vom Eindruck, nicht wirklich gesehen zu werden. So entsteht innere Leere, auch wenn das Umfeld voll ist. Besonders Jugendliche berichten, sie hätten „keine richtigen Freunde“ und erleben, neben Erschöpfung, den Verlust tragfähiger Beziehungen. Einsamkeit ist gefährlich. Sie schwächt das Immunsystem, erhöht das Risiko für Depressionen, Herzkrankheiten und Demenz. Studien zeigen, dass Einsamkeit sich gesundheitlich so belastend auswirkt wie Rauchen oder Übergewicht. Sie greift das innere Bild von uns selbst an, das Gefühl, wertvoll zu sein, gebraucht zu werden und irgendwo dazuzugehören.
Wofür können wir beten?
- Für neue Formen von Gemeinschaft: Räume, in denen Menschen sich mit Ehrlichkeit, Verwundbarkeit und Authentizität begegnen. Nicht nur oberflächliche Kontakte, sondern echte Beziehungen. Das betrifft auch unsere Gebetsgruppen.
- Für ein achtsames Miteinander, indem wir Mut haben einander zuzuhören.
- Dass wir Gesellschaftlich neu denken: Einsamkeit ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern auch Ausdruck einer Kultur, die Individualismus und Konsum höher gewichtet als echte Verbundenheit. Wir brauchen eine „Kultur der Nähe“.
Alexander Schlüter

Zurück ins Leben – Rehabilitation der ehemaligen Geiseln
Zurück ins Leben – Rehabilitation der ehemaligen Geiseln
Am 13. Oktober geschah das schon fast nicht mehr als möglich Geglaubte: die letzten noch lebenden Geiseln kehrten in ihre Heimat zurück! 738 Tage lagen für diese 20 Menschen zwischen Entführung und Rückkehr. 738 Tage, in denen sie vielfach in der Dunkelheit der Tunnel eingesperrt, ohne Tageslicht, ohne ausreichende Nahrung, oft ohne Hoffnung und mit physischer und psychischer Folter festgehalten wurden. Was sie dort erlitten, entzieht sich unserem Vorstellungsvermögen, selbst wenn Details dazu mehr und mehr an die Öffentlichkeit kommen.
Am Tag ihrer Freilassung hielt Israel, und viele von uns mit ihnen, den Atem an zwischen grenzenloser Freude und stillem Entsetzen. Etwas von Psalm 126 lag in der Luft und wurde lebendig über dem terrorgeschüttelten Volk Israel: Die Gefangenen Zions kehrten heim – und ein ganzes Volk fand sich in diesem langersehnten Traum wieder und brach in Jubel aus! Wohlwissend, dass die Befreiung Ende und Anfang zugleich ist. Der Weg zurück ins Leben wird ein langer sein. Die ersten Monate verbringen die Rückkehrer in geschützten Kliniken, medizinisch betreut und psychologisch begleitet. Das Beispiel der fünf Beobachtungssoldatinnen, die Ende Januar aus der Geiselhaft befreit wurden, erzählt die Geschichte einer sechsmonatigen intensiven Rehabilitationsphase, an die sich nun weitere Monate, eventuell sogar Jahre regelmäßiger physischer und psychischer Kontrolluntersuchungen anschließen werden. Nach Monaten intensiver Rehabilitation lernen sie langsam wieder, Alltag und Freiheit zu gestalten und ins Leben zurückzukehren.
Gebet:
- Lasst uns nicht aufhören, Gott für die Freilassung der Geiseln zu danken und Leben über ihnen und ihren Angehörigen auszusprechen. Der Herr hat Großes an ihnen getan und Großes soll auch jetzt an ihren Herzen und Körpern geschehen (Ps 126; Ps 77,14-16).
- Deklariere den Namen „Jahwe Schalom“ über ihnen und ihrem Weg zurück ins Leben. Gott selbst ist ihr Friede und möchte in ihnen Frieden, Heil und vollkommene Wiederherstellung wirken (Ri 6,24; Mt 11,28).
- Bete für Botschafter des Evangeliums, die ihnen Jesus als Licht, Leben, Befreier und Heiler lebendig werden lassen (Jes 61,1+2; Joh 12,46).
Tanja Frank
In tiefer Dankbarkeit für Gottes Wirken durch alle Zeiten
Alexander Schlüter und Team