Von Ivan Illich, einem österreichisch-amerikanischen Kulturkritiker, Philosoph und Theologe, stammt das Zitat „Willst du eine Gesellschaft verändern, musst du eine alternative Geschichte erzählen.“ Die Gesellschaft, in der wir leben, braucht eine alternative Geschichte zu Hass und Gewalt. Sie sehnt sich danach, die alternative Geschichte eines liebenden Retter-Gottes zu hören, dessen Hoffnung, Zukunft und Leben Substanz hat. Das Evangelium ist die Kraft Gottes – und diese Kraft ist reell und muss in uns und durch uns hindurch wieder greifbar werden! Jeder Mensch ist eingebettet in Seinen ewigen Plan und trägt die Sehnsucht, Teil von Gottes ewigem Plan zu werden im Herzen (Pred 3,11) – egal, ob bewusst oder unbewusst. Als Nachfolger Jesu und Fürbitter unserer Nation sind wir dazu berufen, die „alternative Geschichte Gottes“ zu verkündigen, zu leben und zu demonstrieren – auf eine Art und Weise, dass die Herzen der Menschen unserer Gesellschaft davon berührt werden.
Die Welt um uns her braucht eine alternative Geschichte – und die Ewigkeit wiegt mehr als der Augenblick.
Vielleicht ist es gerade jetzt an der Zeit, dass wir uns auf unseren eigentlichen Auftrag, Menschen mit dem Evangelium des Königreiches Gottes zu erreichen, zurückbesinnen und uns von Gottes Leidenschaft für eine verlorene Welt neu ergreifen lassen. Lasst uns darüber wachen, uns nicht von Nachrichten, Medien, Kriegsgeschehen und gesellschaftlichen Entwicklungen überrollen und in den Bann ziehen zu lassen. Die Welt um uns her braucht eine alternative Geschichte – und die Ewigkeit wiegt mehr als der Augenblick.
Gebet:
- Höre das „Lied“ der Retterliebe Gottes über deiner Nachbarschaft, den Politikern, den Menschen im Nahen Osten etc. und singe/bete es aus (1Tim 2,1-7; Joh 3,14-17)
- Bete für die Freisetzung eines neuen Maßes an Kreativität, die Menschenherzen erreicht, die sich durch klassische Formen nicht mehr berühren lassen. Kreativität in Form von Kunst, aber in Form von Gastfreundschaft (Pred 3,11)
Tanja Frank