Beim Investitionsgipfel "Made for Germany" im Juli dieses Jahres versprachen die Spitzen der deutschen Wirtschaft eine Investitionsinitiative von über 600 Mrd. Euro. Bei einem weiteren Gipfel im September forderten die Präsidenten führender Wirtschaftsverbände dafür von der Bundesregierung mehr Tempo bei Bürokratieabbau, Sozial- und Krankenkassenreformen und die Abschwächung überzogener EU-Auflagen. Unternehmen verlagern die Produktion zunehmend ins Ausland wegen ausufernder Vorschriften und Berichtspflichten, unzureichender Infrastruktur und Digitalisierung, zu hohen Energiepreisen, Steuern und Sozialabgaben. Fehlende Fachkräfte vor allem in technischen Berufen verlassen Deutschland aus denselben Gründen. Abgewanderte mittelständische Unternehmen gehen meist dauerhaft verloren und damit hochspezialisierte Technik, Know-how und Arbeitsplätze. Die diesjährige Kulturhauptstadt Chemnitz legt Zeugnis davon ab, wie aus einer Industriestadt ein Industriemuseum wurde: In der Nachnutzung der Industriebrachen finden sich Kleingewerbe und Dienstleister, aber es wird kaum noch etwas produziert.
Segnen wir die Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft mit kreativer Schöpferkraft, dass Unternehmer und Arbeitnehmer wieder gern in Deutschland arbeiten:
- Für eine von Gott inspirierte Standortstrategie für Deutschland (Ps 104,24)
- Um Freiraum für unternehmerische Eigeninitiative (Ps 115,13-16)
- Dass sich junge Menschen für produktive Berufe entscheiden, um an Gottes schöpferischer Tätigkeit teilzuhaben (Ps 128,1f)
- Erntedank: für die großen Erträge dieses Sommers und die Bauern, dass sie trotz der massiv gefallenen Erzeugerpreise davon gut leben und investieren können (Ps 145,15-19).
Karin Heepen