Deutschland und Europa

Deutschland ist in vielen Bereichen die treibende Kraft in Europa und der EU mit Frankreich zusammen. Als größte Volkswirtschaft und mit den meisten Einwohnern hängt der europäische Binnenmarkt maßgeblich an der deutschen Industrie. Deutschland fungiert als Zentrum des Kontinents und der früheren Teilung Europas als Brücke zwischen Ost und West. Die EU ist als geopolitischer Akteur auf eine klare deutsche Positionierung und Wegweisung angewiesen. Die Stärke Europas gegenüber Russland und im Nahen Osten hängt maßgeblich vom Agieren der deutschen Politik ab.

Unsere europäischen Nachbarn sehen mit dieser Führungserwartung auf Deutschland und gleichzeitig mit Sorge auf die wegbrechende deutsche Wirtschaft, den politischen Schlingerkurs wechselnder Regierungen und die Lähmung nötiger Reformen. Viele sind dankbar für die deutsche Großzügigkeit, insbesondere in Osteuropa. Bei der Internationalen Berliner Begegnung im Juni drückte der ehemalige slowakische Ministerpräsident Eduard Heger seine Wertschätzung und Liebe für Deutschland aus. Und er sprach die anwesenden deutschen Politiker an, das Wort Gottes und den christlichen Glauben wieder als Orientierungspunkt in die Mitte von Politik und Gesellschaft zu stellen. Er fasste damit zusammen, was Deutschland prophetisch immer wieder zugesprochen wurde: Deutschland ist nicht nur wirtschaftlich und politisch Triebfeder für Europa, sondern auch für die nötige geistliche Erneuerung unseres Kontinents. Viele Christen in Europa beten für Deutschland um diese Hinwendung zu Gott.

Verbinden wir uns mit ihnen im Gebet für unser Land:

  • Dank für das gewachsene Vertrauen der Europäer auf Deutschland seit dem 2. Weltkrieg (Kol 1,9-14)
  • Herr, vergib uns, wo wir ohne Dich unsere wirtschaftliche und politische Stärke verspielen und Europa mit in den Niedergang ziehen (Ps 25,11-13)
  • Nicht aus Sorge und Angst, sondern aus Liebe zu Deutschland und im Vertrauen auf Gottes Gnade und Erneuerung (Ps 85)

Karin Heepen