Flaggschiff Deutschland
Europa wartet auf Deutschland. Dass Bundeskanzler Merz im ersten Wahlgang im Bundestag gescheitert ist, hat interna-tional für mehr Irritationen gesorgt als im Inland. Von Deutschland als führende Na-tion und größte Volkswirtschaft in Europa wird Führungsverantwortung erwartet. Kanzler Merz‘ Antrittsbesuche in Frank-reich und Polen am Tag nach seiner Wahl und zwei Tage später mit Macron, Star-mer und Tusk in Kiew sollten das unter-streichen und haben ein Zeichen der Ein-heit in Europa gesetzt.
Europa wartet auf Deutschland.
Im Land haben die gebrochenen Wahlver-sprechen und die Veröffentlichung des Bundesamtes für Verfassungsschutz we-nige Tage vor Antritt der neuen Regie-rung, dass die AfD rechtsextremistisch ist, die Spannungen verschärft. Die ausweg-lose Bindung an die SPD, in die sich die CDU hineinmanövriert hat, und dass die Kanzlerwahl in einem zweiten Wahlgang nur mit Hilfe der Linken zustande kam, scheint einen Politikwechsel weithin zu verhindern. Ohne grundlegende Refor-men wird Deutschland aber auch seiner internationalen Verantwortung nicht gerecht. Wird Deutschland „die Herausfor-derungen unserer Zeit aus eigener Kraft heraus bestehen“, wie Bundeskanzler Merz in seiner ersten Regierungserklärung sagte? Wir wissen, dass Gott Wege gerade aus ausweglosen Situationen hat. Deutschland ist zurzeit wie ein Flaggschiff ohne Mast und Turm. Es fehlt Antrieb und Steuerung in dieselbe Richtung. Befehlen wir das Steuer Jesus Christus an und ver-binden uns mit unseren Regierenden, dass sie sich in Seine Nachfolge rufen lassen:
- Für Einigkeit, Recht und Freiheit, um das Land auf einen Kurs der Erneuerung zu bringen (Spr 14,34)
- Um Kraft, Liebe und Besonnenheit, Brandmauern abzubauen (2Tim 1,7)
- Um Weisheit und von Gott inspirierte Lösungen für Deutschland (Jak 1,5)
Karin Heepen