Verbunden im Leid und in Verfolgung
Wenn wir über die verfolgten Christen in Nigeria sprechen, reden wir nicht über eine ferne Randnotiz der Weltgeschichte. Wir sprechen über unsere Geschwister – Menschen, die denselben Namen Jesu anrufen wie wir, unter Bedingungen, die wir uns kaum vorstellen können. In den vergangenen Monaten hat sich ihr Leid weiter zugespitzt: Bewaffnete Angriffe extremistischer Gruppen haben Dörfer verwüstet, Häuser und Kirchen niedergebrannt, Familien auseinandergerissen, Pastoren entführt und Kinder zu Waisen gemacht.
Und doch ist das nicht die ganze Geschichte. Die Christen in Nigeria sind nicht schwach. Sie sind stark – nicht durch Waffen oder Einfluss, sondern durch Glauben, Ausharren und eine Hoffnung, die tiefer reicht als Angst und Tod. Während wir im Westen oft mit Erschöpfung und Orientierung ringen, beten sie um Standhaftigkeit für uns. Sie leben ihren Glauben im Risiko und halten dennoch an Liebe, Vergebung und Gemeinschaft fest. Sie erinnern uns daran: Kirche ist kein Gebäude und kein Programm. Kirche ist Leib. Und wenn ein Glied leidet, leiden alle mit (1Kor 12,12-14,26). Diese Verbundenheit ist geistliche Realität. Ihre Tränen und ihr Mut gehen uns etwas an. Wenn wir für Nigeria beten, tun wir das nicht aus der Distanz, sondern als Teil des Leibes Christi.
Gleichzeitig gib es in unserem Land viele Migrantengemeinden aus unterschiedlichen Nationen. Sie sind hier, um mit uns zusammen zu beten. Lasst uns einander entdecken! Gott hat uns zusammengestellt, um gemeinsam zu beten. Lasst uns den Heiligen Geist einladen, unser Denken zu erweitern, damit neue Räume für gemeinsames Gebet entstehen. Und lasst uns an die Seite der verfolgten Christen in Nigeria treten und ihnen in ihrem Leid begegnen.
Alexander Schlüter
Gottes Segen für das neue Jahr 2026!
Alexander Schlüter und Team