„Ich bin das Licht der Welt.“
Durch die in der Bibel beschriebenen Umstände weiß man ziemlich genau, dass Jesus nicht in dieser Jahreszeit geboren wurde. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich der Vater auch gerade bei diesem so zentralen Ereignis an seinen Kalender, der durch die jüdischen Feste - richtiger gesagt die „Feste des Herrn“ - bestimmt wird, gehalten hat. Jesu Geburt ist daher eher in der Zeit des Laubhüttenfestes, d.h. September/Oktober zu verorten. Dennoch feiern wir in Kürze Weihnachten und gehen voller Zuversicht in die nun anstehende Adventszeit. In Deutschland haben wir die Gnade, „richtige“ Jahreszeiten erleben zu dürfen. Manchmal ist es jedoch sehr fordernd, wenn das Tageslicht immer weniger wird. Genauso oder noch stärker fordernd ist die wachsende, allgemeine Dunkelheit in der Welt, die noch in der Hand der Sünde und des Todes zu sein scheint.
Ich möchte euch heute einladen, die Perspektive zu wechseln und das ungeheuer starke Licht der Erlösung bewusster wahrzunehmen. Dieses reicht meilenweit über die Kraft der Adventslichter hinaus, die uns eine festliche und heimelige Atmosphäre vermitteln können. Gott ist Licht, absolutes, reines Licht. Es gibt kein „Stäubchen“ von Finsternis in ihm. Und das (ziemlich) Unfassbare ist, dass eben genau dieses Licht durch Jesus auch in uns ist und sich unaufhaltsam ausbreitet.
Der „Widersacher“ hat nur noch eine einzige Waffe, die Lüge. Er versucht beständig, unser Bewusstsein mit Negativem zu beschäftigen, damit wir die uns vom Vater selbst verliehene, ungeheure Macht und Autorität nicht sehen und gedanklich und verbal in die Litanei der Finsternis mit einsteigen, obwohl Gottes Licht in uns, auf der Erde und im gesamten Kosmos so viel heller ist. Genau gesagt, steht es in überhaupt keinem Verhältnis zur Dunkelheit.
Ich muss da auch an die Geschichte von Elisa und seinem Knecht denken, der zunächst die Übermacht der himmlischen Heerscharen nicht wahrnehmen konnte, weil seine Augen nur auf das Natürliche gerichtet waren. Ich möchte euch einladen, euch im Dezember jeden Morgen (oder durch den Tag) ein paar Minuten Zeit zu nehmen und über das Licht Gottes, seine überwältigende Herrlichkeit in uns und die Auswirkungen dessen nachzusinnen. Vielleicht mögt ihr auch die Eindrücke aus diesen Zeiten sammeln und mir mitteilen, am einfachsten online auf der Webseite oder per Mail, damit wir uns in dieser Jahreszeit gegenseitig ermutigen und auf das neue Jahr einstimmen können. Wer ist dabei?
Alexander Schlüter