Wenn man eines aus dem Leben Charlie Kirks ziehen kann, dann ist es Mut - Mut zur eigenen Wahrheit, ohne Rücksicht auf Konsequenzen, ohne Angst vor Ablehnung. Wie schön und einfach kann dann das Leben sein, wenn man authentisch ist, immer seinen Überzeugungen treu bleibt, egal in welchem Umfeld man sich gerade befindet. Das ist zweifellos eine große Freiheit! Dabei dürfen wir uns stets bewusst sein, dass alle Erkenntnis nur Stückwerk ist. Das macht aber auch nichts. Es hält uns demütig. Man konnte Charlie seinen Glauben und seine Liebe zu Jesus und zur Bibel immer „abspüren“. Er verbog sich nicht, taktierte nicht, fürchtete Widerspruch und Ablehnung nicht. Er war dabei wissbegierig und respektvoll und immer bereit, sich von seinem Gegenüber eines Besseren belehren zu lassen. Eine Mischung aus Sanftmut und absoluter Freimütigkeit. So wurde er zum Vorbild für Tausende, auch gerade für viele junge Leute, die in dieser Welt von Schein und Manipulation auf der Suche nach echten Werten und Orientierung sind. Er erinnert an Stephanus und Johannes, den Täufer, die beide ähnlich leidenschaftlich, kompromisslos und furchtlos ihre Botschaft verkündeten und dadurch ihr Leben verloren. Ihre Saat wurde zum äußerst fruchtbaren Boden für viele andere. „Kostbar ist vor dem Herrn der Tod seiner Heiligen“. (Ps 116,15)
In dieser Zeit von massiver Polarisierung sollten wir uns nicht in Grabenkämpfe und Parteiungen hineinziehen lassen und auch keine Feindbilder aufrichten, noch „missionarisch“ versuchen, anderen unsere Überzeugungen überzustülpen, aber wir dürfen freimütig in Uni, Schule, Nachbarschaft, Familie und am Arbeitsplatz zu ihnen stehen: „Seid allezeit bereit, von der Hoffnung, die in euch ist, Zeugnis zu geben.“ (1Petr 3,15) „Martyrios“, von dem das Wort „Märtyrer“ abgeleitet ist, bedeutet im Griechischen des NT „Zeuge“. „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und meine Zeugen sein,“ sagte Jesus, bevor er in den Himmel ging. Authentischer Zeuge zu sein, ist etwas so ungeheuer Kostbares, wenn es nicht aus religiösem Eifer, sondern aus der tiefen Liebe zu Jesus und zum anderen geboren ist. Gerade deshalb sollten wir unser Herz immer frei von Verurteilungen anderer halten, egal wie hoch die Wellen in unserem Umfeld schlagen. Das ist eine enorme Herausforderung, aber die Frucht ist so groß! Dafür wollen wir beten.
Alexander Schlüter