Ein heißer Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Es gab und gibt viele brennende Anliegen, die die Gemüter und Herzen erhitzen. Wenn wir unsere inneren Augen öffnen und in den himmlischen Bereich schauen, nehmen wir aber auch den Shalom-Frieden wahr, der sich immer weiter ausdehnt. Sein Friedensreich hat kein Ende und bricht sich immer stärker Bahn in unserem Leben und im gesamten Kosmos (Jes 9,6).

Wie immer geht es darum, worauf wir im Leben unseren Fokus richten: auf die Angst, die sozialen Unsicherheiten und Kriegsgefahren, die mannigfaltigen persönlichen Herausforderungen oder die weltpolitisch verworrene Lage? Oder auf sein vollendetes Werk am Kreuz, auf den ewigen Sieg, den er für immer errungen hat und die Lösungen, die sich daraus für jedes noch so kleine Problem und Ärgernis ergeben?

Wie wäre es, wenn wir tatsächlich alle „Anfechtungen für Freude erachteten“ (Jak 1,2) und sie direkt zum Anlass nähmen, von unserem liebenden Vater im Himmel eine wunderbare Lösung zu erwarten, die wir gemeinsam mit Ihm ganz vertrauensvoll und spielerisch kreativ entwickeln bzw. ihn in unserem Leben in dieser Form entwickeln lassen? Es wäre auf jeden Fall viel nervenschonender. Ich denke dabei oft an den tröstlichen Vers aus Paul Gerhardts bekanntem Lied „Befiehl du deine Wege“:

Es ist einfach so zentral, in diesen unruhigen Zeiten, beständig(er) im Frieden zu sein

„Dem Herren musst du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn.

Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen: es muss erbeten sein.“

Oder wie Jesus wiederholt sagte: „Sorget euch um nichts.“ (vgl. Mt 6,34 ff) Lasst uns also immer wieder bewusst unseren Blick auch auf die Blumen und die Vögel, einfach auf die Schönheit der Schöpfung richten als Sinnbild für die Versorgung, die unser liebender Vater im Himmel für alle kleinen und großen Lebewesen beständig bereithält. Gerade das kann auch eine große Hilfe in den Phasen sein, wo wir geistlich nicht so viel erkennen können und es dann umso wichtiger ist, unsere Seele wieder zur Ruhe zu bringen. Es ist einfach so zentral, in diesen unruhigen Zeiten, beständig(er) im Frieden zu sein und einen „kühlen Kopf“ zu bewahren, was unser Herz und die lebendigen Ströme Gottes, die daraus fließen, schützt.

Alexander Schlüter