Gottes Frieden stiften
Nach der Bombardierung der iranischen Atomanlagen durch die USA ist unklar, inwieweit diese zerstört wurden und ob die Feuerpause zwischen Israel und dem Iran den Krieg beenden wird. Das Mullah-Regime in Teheran könnte sich damit weiter an der Macht halten. Es hält an seinem Atomprogramm fest und setzt die Kooperation mit der Internationale Atomaufsichtsbehörde (IAEO) aus. Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben die Chance, vor dem Auslaufen des gescheiterten Atomabkommens im Oktober 2025 den Snapback-Mechanismus auszurufen und damit die Wiedereinsetzung sämtlicher UN-Sanktionen. Angesichts der Tatenlosigkeit der westlichen Partner begann Israel am 13. Juni den Präventivschlag gegen den Iran.
Werden wir damit friedenstüchtig?
Indessen hat Russland erneut seine Angriffe auf die Ukraine verstärkt, besonders die Luftangriffe auf Kiew, während sich der G7-Gipfel in Kanada nur auf eine vage gemeinsame Erklärung zum Iran und Israel einigen konnte. Im März legte die EU- Kommission das Weißbuch ReArm Europe Plan/Readiness 2030 vor, das Ausgaben in Höhe von über 800 Mrd. € vorsieht, um Europa bis 2030 verteidigungsfähig zu machen. Unter der Erwartung, dass Russland bis 2029 zum Angriff auf NATO-Gebiet bereit sei, wurde beim NATO-Gipfel am 24./25. Juni in Den Haag die Erhöhung der Verteidigungsausgaben der Mitgliedsstaaten auf 5 Prozent ihres BIP bis 2035 beschlossen.
Werden wir damit friedenstüchtig? Der Frieden Europas oder im Nahen Osten ist nicht zuerst militärisch zu sichern. Feindseligkeit und Kriege werden forciert, wo sich Nationen von Gott und Seinen Geboten abwenden (MT 24,6-8).
Beten wir um Umkehr:
- Du, Herr, bist der gerechte Richter über die Nationen (Ps 2,10-12)
- Um den Frieden Gottes in uns und für unsere Regierenden, dass wir uns nicht von Angst treiben lassen (2Tim 1,5-7)
- Dass der Herr Seinen Thron in Elam (Iran) aufrichtet (Jer 49,38f)
Karin Heepen