Die stille Sehnsucht, Israel ähnlicher zu werden
Seit dem 13. Juni sind die Geschehnisse im Nahen Osten noch einmal stärker in den weltweiten Fokus gerückt. Während Augen und Diskussionen auf die militärischen Aktionen gerichtet sind, ist parallel dazu, innerhalb der Bevölkerung des Nahen Ostens, eine stille, jedoch tiefe Bewegung im Gange. Im arabischen Raum ist ein innerlicher Shift wahrzunehmen. Eine Kriegsmüdigkeit, die genug hat von „heldenhaften Operationen“ die von der fanatischen Idee getrieben sind, Israel zu vernichten, um selbst sogenannte Befreiung zu erleben, die außer Tod, Elend, Zerstörung und Gebundenheit jedoch nichts zurücklassen. Insbesondere unter der jungen Generation wächst ein neuer Wunsch, nämlich der, Israel ähnlicher zu werden, statt es zu vernichten. Es wächst eine Bewunderung für diese, bis dato einzige Demokratie im Nahen Osten und ihre Gesellschaft, die inmitten aller Anfeindungen und Kämpfe nicht nur überlebt, sondern lebt. Viele im arabischen Raum, sei es in Syrien, im Libanon, in Gaza, in Saudi-Arabien oder in den Golfstaaten, feiern offen oder leise die Schläge Israels gegen den Iran, weil sie darin Hoffnung für ihre eigene Freiheit schöpfen. Freiheit von dieser terroristischen Herrschaftsmacht, die ihr tentakelartiges Netz über den Nahen Osten ausgespannt und sowohl Leid als auch Unterdrückung über seine Bevölkerung gebracht hat. Die neue Generation will nicht mehr sterben, sondern leben. Sie möchte eine Zukunft, die geprägt ist von Bildung, wirtschaftlichem und touristischem Aufbruch und technologischem Fortschritt. Sie schaut auf Israel und sieht darin eine Sehnsucht erfüllt, die sie selbst in ihren Herzen tragen. Sie schaut dankbar und voller Respekt auf das entschlossene, mutige Vorgehen Israels. Sie sehen in dieser Zeit die Morgenröte der Freiheit am Horizont. Es ist eine stille, aber tiefgreifende Revolution innerhalb der arabischen Staaten, die hier von Statten geht und die, da sie von innen heraus geschieht, die Schwelle eines historischen Bruchs, eines neuen Zeitalters im Nahen Osten, bedeuten kann. Könnte es sein, dass wir uns im Moment unmittelbar an der Schwelle zum Bau und Hervorkommen dieser Straße des Friedens, die uns in Jesaja 19 verheißen wird, befinden? Lasst uns beten, dass geschieht, was der Herr für diese Zeit vorbereitet hat.
Im arabischen Raum ist ein innerlicher Shift wahrzunehmen.
Gebet:
- Für dieses Momentum der Morgenröte in den Herzen der arabischen Bevölkerung im Nahen Osten und dass die Sehnsucht, Israel ähnlicher werden zu wollen, in Begegnungen mit dem lebendigen Gott mündet (Ps 110,2+3; 1Joh 4,9: Jes 61,1)
- Für die Sichtbarwerdung dieser Straße des Friedens und des Segens aus Jesaja 19 (Jes 19,22-25; 1Mo 50,20)
- Für übernatürlichen Schutz inmitten aller Kämpfe und Bedrängnisse (Ps 46)
Tanja Frank