Die unsichtbare Front des radikalen Islamismus
Die eskalierende Kriegssituation im Nahen Osten ist längst nicht mehr nur auf diese Region begrenzt, sondern umfasst im Grunde die gesamte Bandbreite des radikalen Islamismus und bringt dabei eine unbequeme Wahrheit ans Licht: Wir haben es nicht nur mit politischen oder militärischen Herausforderungen zu tun, sondern mit der tief verwurzelten ideologischen und religiösen Gefahr.
Auch über den Iran und dessen verbündete Terrormilizen hinaus sind die Beispiele eindeutig: In Afghanistan kehrten die Taliban trotz jahrzehntelanger militärischer Einsätze schnell zurück und etablierten erneut ihre Ordnung. In Nigeria konnte selbst gezielte Gewalt Boko Haram nicht nachhaltig stoppen. Und viele der ehemaligen Gefangenen aus Guantánamo kehren zu extremistischen Überzeugungen zurück. All das zeigt: Ideologie lässt sich nicht mit Waffen besiegen.
Diese Realität ist global. Spätestens der iranische Raketenangriff auf den Militärstützpunkt Diego Garcia hat deutlich gemacht: Selbst Städte wie Berlin liegen im potenziellen Bedrohungsradius. Gleichzeitig zeigt die Blockade der Straße von Hormus bereits konkrete Auswirkungen bis hinein in unseren Alltag. Darüber hinaus müssen wir uns dessen bewusst sein, dass radikalisierter Islamismus global präsent ist. Seine Anhänger leben und agieren weltweit. Der aktuelle Konflikt betrifft daher auch uns unmittelbar. Politisches und militärisches Eingreifen ist wichtig, doch gleichzeitig können sie allein keine letztgültige Lösung hervorbringen. Ein religiöses/ideologisches Problem verlangt eine geistliche Antwort. Dauerhafte Veränderung geschieht nicht zuerst durch äußeren Druck, sondern durch innere Transformation. Vom Iran (und auch der sonstigen muslimischen Welt) wissen wir, dass in der Bevölkerung bereits seit Jahren eine solche Transformation stattfindet. Die Untergrundkirche wächst in rasanter Geschwindigkeit und Jesus selbst offenbart sich Millionen von Iranern in Träumen und Visionen. Darin liegt reelle Hoffnung und kraftvolle Autorität – auch wenn es in den Ohren der Welt vielleicht wie Torheit klingt.
Gebet:
- Um eine Zunahme an Träumen und Visionen von Jesus, dem „Mann in Weiß“, unter Muslimen weltweit. (Apg 9,5; Joh 14,6; Joh 8,32)
- Um Arbeiter in die Ernte der muslimischen Welt, bis hinein in die Machthaberebenen und übernatürlichen Schutz und Weisheit für die, die bereits in Evangelisation und Jüngerschaft tätig sind. (Lk 10,2; Jes 52,7)
- Für uns Christen in der westlichen Welt um ein wachsendes Bewusstsein dieser geistlichen Dimension und der Dringlichkeit unser Gebetsmandat zu ergreifen. (Eph 6,12+14)
Tanja Frank