Im Einssein mit der Schöpfung
Der Klimawandel ist in aller Munde. Doch jenseits von Technologien, politischen Maßnahmen und erneuerbaren Energien liegt eine tiefere Frage: Wie leben wir? Vielleicht geht es weniger um neue Systeme als um einen neuen – oder vielmehr wiederentdeckten – Lebensstil, der im Einklang steht mit dem Rhythmus der Schöpfung. Die Bibel erzählt nicht von einem Menschen, der losgelöst von der Erde geschaffen wurde, sondern von einem Menschen, der aus Staub geformt und in einen Garten gestellt wurde. Beziehung zu Gott und Verbundenheit mit der Schöpfung gehörten von Anfang an zusammen. Saat und Ernte, Tag und Nacht, Arbeit und Ruhe – all das sind göttliche Ordnungen.
Viele von uns haben diesen Rhythmus verloren. Wir leben „ununterbrochen“ durch Wochen, durch Jahre, durch Jahreszeiten. Künstliches Licht ersetzt den Tag, Bildschirme den Himmel, Termine den inneren Takt. Unsere Körper und unsere Seelen zahlen dafür einen Preis. Unsere Landwirte stehen diesem ursprünglichen Bewusstsein oft noch am nächsten: Sie wissen um Zeiten des Wartens, um das Vertrauen auf Regen, Sonne und Wachstum.
Gott ruft uns zurück – nicht in Romantik, sondern in Wahrheit. Zurück in einen Lebensrhythmus, der atmet. Zurück in eine Verbundenheit mit Jahreszeiten, mit Erde und Himmel, mit Wind und Sonne. Zurück in einen Wechsel aus Aktivität und Ruhe, aus Geben und Empfangen, aus Säen und Ernten. Das ist kein Rückschritt, sondern ein geistlicher Fortschritt. Denn wer wieder im Rhythmus der Schöpfung lebt, lernt auch, im Rhythmus Gottes zu leben. Und genau dort wird Leben heil. Vielleicht beginnt Erneuerung nicht im Großen, sondern im Wahrnehmen, im Entschleunigen, im Hinhören.
Gebet:
- Für ein neues Bewusstsein für die Schöpfungsordnungen, damit wir wieder im Rhythmus des Lebens sind.
- Für Heilung unseres Lebensstils: damit wir mit unserem Körper, unserer Seele in Balance und Ruhe sind.
- Lass uns die Erde wieder nicht als Ressource, sondern als Mitgeschöpf, das deine Herrlichkeit trägt.
- Für Weisheit in Ernährung, Arbeit und Ruhe: was nährt uns, wann es Zeit ist zu handeln und wann zu ruhen.
- Für einen gesellschaftlichen Wandel: für neue Lebensmodelle, die Nachhaltigkeit nicht nur denken, sondern leben – aus Gottes Weisheit heraus.
Alexander Schlüter
Gottes Segen für ein neues Denken, Fühlen und Handeln!
Alexander Schlüter und Team